Wasserstand der Isar für Schlauchboote

Um den „Gelegenheits-Paddlern“ unter Euch einen ersten Anhaltspunkt zur Planung und Durchführung von Fahrten auf der Isar zu geben, haben wir nachfolgend eine erweiterte „Rot/Grün-Ampel“ zum aktuellen Wasserstand auf den verschiedenen Strecken der Isar  verlinkt:

Schlauchboot-Ampel für die verschiedenen Isar-Abschnitte

Wichtig anzumerken ist allerdings, dass jede Art von Ampel oder Empfehlung KEIN Ersatz für verantwortungsbewusstes Verhalten und insbesondere Umsicht und Erfahrung in der Bootsführung sein kann! Die Isar als Wildfluss unterliegt laufend Veränderungen, so dass auch bei geringen oder normalen Wasserständen unvermittelt Gefahrenstellen entstehen können – eine vorausschauende und dem Können angepasste Fahrweise ist somit unverzichtbar. Höhere Wasserstände führen allerdings dazu, dass Strömungsgeschwindigkeit und Wassermenge stark ansteigen, wodurch beim Auftreten von Hindernissen deutlich schnellere (und wirksame!) Reaktionen der Bootsbesatzungen erforderlich sind, was ungeübte Freizeitpaddler meist überfordert. Auch stellen eine größere Wassertiefe und der stärkere Wasserdruck deutlich höhere Anforderungen an alle Beteiligten bei Selbst- und/oder Fremdrettungsmaßnahmen!

Nur zur Erinnerung: Bereits bei einer „normalen“ Wasserführung von rund 50 Kubikmeter/Sekunde fließen 50 Tonnen Wasser pro Sekunde durch die Pupplinger Au – dagegen sind menschliche Kräfte (noch dazu, wenn aufgrund fehlender Erfahrung nur unzureichend eingesetzt) praktisch chancenlos!

Insbesondere überströmte Wehranlagen (deren „Wasserwalzen“ bzw. Rückläufe auch geübte Schwimmer nicht entkommen lassen) sowie querliegende Bäume/Totholzhaufen (an denen Boote und Personen sich verklemmen und unter Wasser gedrückt werden können) stellen gerade bei höheren Wasserständen lebensgefährliche Hindernisse dar: Aufgrund der starken Strömungen an diesen Stellen wirken Wasserkräfte von über 100 Kilogramm auf jede vollständig eingetauchte Person – dagegen anzuschwimmen oder jemanden ohne Hilfsmittel aus der Gefahrenzone zu ziehen ist praktisch aussichtslos!

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